„Dich geht das nichts an, mit wem ich schlafe, wo ich schlafe…“
Nein, das interessiert mich nun wirklich nicht. Bäh.
„Dich geht das nichts an, mit wem ich schlafe, wo ich schlafe…“
Nein, das interessiert mich nun wirklich nicht. Bäh.
Veröffentlicht unter Polenta
Aufgrund verschiedener Leserzuschriften, die eine Weiterführung des Blogs fordern, bin ich bereit, noch ein Special als guten Abschluss zu verfassen. Dieses wird von MeckPomm handeln.
Der MeckPomm-Bürger an sich ist eine recht gutmütige Gestalt. Leider ist er auch etwas schräg. Statt zum Kaiser’s geht er lieber zum LIDL, weil es dort so billig ist und das sei für ihn gut genug. Das Personal ist ihm scheißegal. Er isst immer nur Nudeln mit Soße aus dem Glas. Und wenn man vor seinem Zimmer steht, hört man ihn immer rufen „Yeah! Ich mach dich fertig“- er zockt WoW oder so etwas.
Was ihn eher unangenehm macht, ist, dass er so einer von diesen Pseudolinken ist. Er hängt gerne in besetzten Häusern im Umland herum, streikt fleißig beim Bildungsstreik mit und ist bei jeder Demo an vorderster Front dabei.
Als er einmal mit einer knallblauen Jacke reinkam und ich sagte „Schick, Babyblau ist ja die neue Trendfarbe“ (was sogar stimmte), meinte er nur „Ja, hab ich von meiner Mutter, denn ich hab meine verloren“. Boah, wie blöd kann man nur sein und so etwas offen zugeben?
Gerade hängt das Internet wieder so extrem – wahrscheinlich lädt er wieder irgendwelche Sachen aus dem Netz.
Veröffentlicht unter MeckPomm
Musel Eins ist befördert worden und kündigte heute an, sich jetzt den Luxus einer eigenen Wohnung leisten zu wollen.
Demnächst also endlich kein Gestank nach altem Öl und keine zusammengefallenen Mülltüten mehr!
Das Blog „Berliner Kindl“ verliert damit – leider, oder vielleicht doch glücklicherweise? – seine Geschäftsgrundlage, an diesem Tag, an dem die tapferen Schweizer gegen eine feindliche Vereinnahmung des öffentlichen Raumes gestimmt haben. Bei allen Lesern, die diesem Blog auch in harten Zeiten die Treue gehalten haben, möchte ich mich hiermit ausdrücklich bedanken. Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Veröffentlicht unter Musel 1, Wohnghetto
Seit einiger Zeit trifft in diesem Irrenhaus regelmäßig jeden Morgen die Zeitung „Der Tagesspiegel“ im Briefkasten ein. Adressiert an eine ehemalige Bewohnerin, die seit längerem das Weite gesucht hat, was ich ihr nicht verübeln kann. Warum sie ihre Adresse dort nicht geändert hat, mag schleierhaft sein.
Kultivierte Menschen können Zeitung lesen. Nicht hingegen die drei anderen „Bewohner“ hier, die die Zeitung entweder mitnehmen und mangels Kenntnisse der hiesigen Amtssprache zum Spaß zerfleddert liegenlassen – oder ins Treppenhaus schmeißen (weil sie sowas aus ihrem Heimatland wohl gewohnt sind, denn das machen erstaunlich viele hier so).
Es sieht hier aus wie Sau, aber das ist eine andere Sache und hat eher damit zu tun, dass die Hausverwaltung auf die Mieter scheißt – ein defektes Licht im Aufzug, das für eine kuschelige Finsternis sorgte, wurde erst drei Tage nach Beschwerde ausgetauscht. Polenta ist trotzdem immer die Putzwütigste und ärgert sich über alle, die das nicht tun („ooh, warum bin ich immer die einzige, die den Boden putzt, das kann’s doch nicht sein“).
Neben glorreichen Einfällen wie Hausschuhpflicht (haha, bei DEM Dreckzustand hier wäre ne Sagrotanpflicht besser) ist Polentas neuester Einfall ein Putzplan. Die hat mich über die Weihnachtsfeiertage eingeteilt, und ich habe sie – was ein Fehler war – höflich darüber belehrt, dass ich nicht zugegen sei.
„Ja, dann tausch mit einem Anderen.“ Tjaja, kein Anderer war da. Nicht einmal der Musel Eins. Naja, ansonsten hätte ich mich davor drücken können.
Polenta hingegen hat sich selbst an die erste Stelle des neuen Plans gesetzt und war prompt eine Woche abwesend. Hätte die nur ein Sterbenswörtchen gesagt, wäre das alles kein Problem gewesen. Aber so fängt sie natürlich beim Anblick der Müllberge das Schreien an „Ihr räumt jetzt SOFORT alles weg“.
Dezent auf ihren Fehler hingewiesen, antwortete sie mit der Universalausrede „Jaja, ihr seid doch erwachsen“. Vor der Arbeit drücken kann ich mich aber auch, das ist keine Kunst und die soll sich bloß nicht einbilden, damit besonders schlau zu sein. Tja, wenn wir eine funktionierende Hausgemeinschaft wären, in der wir uns einigermaßen mögen würden, dann wäre das ja alles kein Problem gewesen…
Veröffentlicht unter Musel 1, Polenta, Wirtschaft, Wohnghetto
Verschlagwortet mit Benehmen, Bildung, Islam, Kültür, Müll, Musel, Musel 1, Polenta, Putzen, Tagesspiegel, Verhalten, Zeitung, Zivilisation, Zwangsarbeit
Musel 1 ist ja über die letzten Monate hinweg immer bockiger und unverschämter geworden.
Auf jeden Fall bin ich also ein paar Mal auch motzig geworden. Geholfen hat es ein bisschen – er zeigte sich plötzlich freundlich und erklärte, dass er es ja nicht böse meine, und überhaupt, er habe ja gemerkt, dass unser Verhältnis etwas angespannt sei und das sei ja alles nicht persönlich gemeint und so (ahja). Und überhaupt wäre es doch gut, wenn wir uns wieder grüßen würden und alles.
Also hab ich das mal für ein paar Tage ausprobiert. Jedes Mal grinste er dann so schelmisch. Er wusste genauso, dass dies nur gute Miene zum bösen Spiel ist. Aus welchem Grund auch immer macht er auch dies seit gestern nicht mehr mit. Er grüßt mich auch nicht mehr. Aber der geht mir auch am Arsch vorbei.
Achja, Polenta kam neulich auf mich zu. Ich solle doch bitte die separate Flurtür schließen, weil sie den Lärm nicht aushalte. Sie höre es, wenn ich dusche, wenn ich mir die Zähne putze, usw., trotz geschlossener Bad-Tür, und sie könne sogar mich beim Telefonieren hören, trotz zweier geschlossener Zimmertüren. – Boah, wenn ich so krankhaft geräuschempfindlich wäre, dann wäre ich bestimmt auch geisteskrank geworden. Liebe Polenta, tu dir einen Gefallen und geh zum Arzt!
Veröffentlicht unter Musel 1, Polenta, Wohnghetto
Heute ist Polenta nach einem zweiwöchigen Köln-Urlaub zurückgekehrt. Und hat sich gleich über die Waschbecken beschwert, wie schmutzig alles sei, und dass die Berliner Morgenpost im Klo läge.
Nun ja, leider war ich mit etwas anderem beschäftigt. Nämlich die Bekämpfung der Fruchtfliegenplage, so dass ich heute schon sechs Objekte in der Hinsicht erwischen konnte.
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Wenige Tage später. Ich, frisch aus der Dusche, versuche, die Waschmaschine zu starten. Das gelingt bei diesem Uraltmodell erst, nachdem man die Tür mehrmals zuschmettert.
Musel 1 stürmt plötzlich hinein und sieht mich natürlich in unvorteilhafter Position. Kein Wort der Entschuldigung, nichts, rein gar nichts. Der Kenner schweigt und genießt – oder so ähnlich.
Hinterher versucht er mir, zu erklären, dass er bloß schauen wollte, ob alles tut, und „helfen“. Soso.
Klar kann man so sauertöpfisch werden und alle Aggressionen an seinen Mitmenschen auslassen, wenn man schon mehrere Jahre in einem fremden Land wohnt, die Landessprache aber fast gar nicht spricht, und deswegen keine Freunde hat und nur vor dem Fernseher sein Leben verbringt. Das ist aber nun wirklich nicht die Schuld der anderen.
Mit anderen Ex-Bewohnern hat er sich auch verstritten, wie er vor Monaten – als wir uns noch einigermaßen leiden konnten – freimütig zugab. Denn der eine wäre so seltsam gewesen und die andere rassistisch und mit diesen beiden hätte er sich einfach so nicht mehr verstanden. Vielleicht ist aber auch nur ER ein Gewohnheitsquerulant?
Die anderen Ghettobewohner sind im Vergleich zu ihm sehr gutmütig und freundlich. Doch Musel 1 verhält sich schmarotzerhaft und heult ständig über Kleinigkeiten. Immer beschwert sich Musel 1 darüber, wie ungerecht die Welt doch zu ihm sei, dass die Spüle zugestellt sei, der Wasserhahn tropfe, dies und jenes – kleiner Tipp: Wenn es menschlich hakt, merkt man das auch oft daran, dass solche Kleinigkeiten nicht funktionieren. Und sucht sogleich jemanden, dem er die Schuld zuweisen kann. Den Müll bringt er auch nie weg.
Ich bin wirklich gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Das interessiert mich jetzt echt. Ehrlich gesagt habe ich höchsten Respekt vor seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen widrigen Umständen (die er freilich aber selbst erzeugt hat)…
Veröffentlicht unter Wohnghetto
Was bisher geschah:
Berliner Kindl kann Musel 1 aus gutem Grund nicht leiden. Als Berliner Kindl nachts im Bad seine Zähne putzen möchte, geht das Licht aus und Musel 1 stürmt in den Raum…
Das Licht geht plötzlich wieder an und vor mir steht ein kleiner, mit Komplexen beladener Muselmann, der gerade kurz vorm Platzen zu sein scheint. „What kind of language are you using?“ Und so weiter geht es und seinen missionarischen Eifer, eine Standpauke zu halten, kann man kaum bremsen.
Nun, wir sind ja höfliche Menschen. Deshalb versucht man dann noch, einen Satz aufzubauen, um ja auch gute Miene zum bösen Spiel zu machen… „I have to…“ – Musel 1 entgegnet nur „You have to!“ und knallt die Tür zu. Puh. Wenigstens ist diese Aktion unblutig zu Ende gegangen.
Ach ja, der Bundesverteidigungsminister? Da er davon nichts gehört hat, hat er auch nichts dazu gesagt.
Doch man sieht sich immer mehrmals in der selben Situation. Was passiert nächstes Mal? Wird Musel 1 das erste Mal in seinem Leben unverschleierte, fremde nackte Haut sehen? Verliert er gar die Möglichkeit, in den Himmel zu kommen und die versprochenen 36 Jungfrauen dort zu erhalten?
- Fortsetzung folgt -
Veröffentlicht unter Wohnghetto
Musel 1 ist, wie für regelmäßige Besucher dieses Blogs vielleicht schon offensichtlich, der sauertöpfischste unter den Charakteren, die es hier gibt. Unser Verhältnis ist – spätestens seit „Musel 1 dreht durch“ – etwas angespannt und keiner traut dem anderen mehr so richtig über den Weg.
Vor wenigen Tagen musste ich um 3 Uhr morgens auf Toilette. Nun, dies ist, soweit es nicht zu oft geschieht, ja nichts Ungewöhnliches, was uns die mitlesenden Medizinerkollegen sicher bestätigen können. Nachts um 3 schläft bekanntlich alles.
Anschließend wollte ich noch in Ruhe Zähne putzen. Doch ich habe die Rechnung ohne Musel 1 gemacht. Plötzlich geht das Licht aus und die Tür weit auf. Ich erkenne im Dunkeln gerade noch so die Konturen eines kleinen Muselmanns mit Komplexen.
Nun, wenn so etwas passiert, und das mitten in der Nacht und Dunkelheit, macht man sich natürlich Angst. Vor allem, da wir uns sowieso nicht mehr besonders mögen. Da Musel 1 trotz seines jahrelangen Deutschlandaufenthalts noch immer nicht richtig Deutsch versteht, kratze ich mein bestes Englisch zusammen und rufe „Switch on the light, man!“.
Was wird nun passieren? Wird Herr Berliner Kindl seine Kehle undurchschnitten behalten können? Und was wird der Bundesverteidigungsminister zu diesem Vorfall sagen? Die Antwort – exklusiv auf Berliner Kindl.
- Fortsetzung folgt -
Veröffentlicht unter Wirtschaft, Wohnghetto
Zwar reden wir öfters nur noch das nötigste, zumindest seit „Musel 1 dreht durch – wegen zwei Euro“, allerdings ist es manchmal unausweichlich, wenn wir in der Küche stehen oder so. Letztens diskutierten wir über Penner.
„I heard they like this lifestyle.“
Daraufhin stellt sich heraus, dass er gerade Punks und Obdachlose verwechselt. Na super. Aber sowas gibt’s in eurem Land halt nicht, weil ihr Zwangsheiraten habt.
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